Falsches Spiel des WAZ-Medienkonzerns mit protestierender Studentenschaft!
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gegen Studiengebühren

Extrem knappes Ergebnis im SPD-Parteirat

Es war also doch ein Märchen, dass Clement gegen einen grossen Widerstand in der NRW-SPD Studiengebühren durchsetzen will. Zwar lehnte der Parteirat vor 2 Tagen Studiengebühren ab, aber das Ergebnis war knapp, verdammt knapp! Praktisch ein Patt!

Nun stellt sich doch heraus, das die Kritik an Clements Plänen, hauptsächlich nur von den SPD-Unterbezirken getragen wird, die in Einzugsbereichen der NRW-Universitäten liegen. (Bochum, Dortmund, Essen u.s.w.) Da wo diese Unis wichtige Wirtschaftsfaktoren sind und die Studentinnen + Studenten wichtige Wählerstimmen sind, wird gemauert! Doch das ist ein Protest aus eigenem Interesse - nicht aus sozialen Überlegungen heraus! Daher ist diese Heuchelei auf Dauer nicht überzeugend, das weiss auch Clement.

Die Studiengebühren kommen! Dafür spricht auch die Kritik aus dem WAZ-Konzern, der Clement + Co. in seinen Kommentaren dafür geisselt, dass dieses heisse Eisen noch vor der Bundestagswahl angepackt wurde. Ein unverschämtes Plädoyer dafür, dass den Bürgern besser erst nach der Wahl diese bittere Pille hätte verabreicht werden müssen, um die Wähler nicht zu verprellen. Ein Wink mit dem Zaunpfahl an Clement, jetzt endlich Ruhe zu geben, verbunden mit der Offerte nach der Wahl Stimmung für Studiengebühren zu machen! Da lässt Clements alter Strippenzieher, Bodo Hombach (SPD), der neue Geschäftsführer der WAZ grüssen. Mein Eindruck ist, die WAZ will die protestierenden Studentinnen + Studenten schlicht und einfach jetzt benutzen und später fallen lassen wie eine heisse Kartoffel! Das ist Verarschung!

Nicht mit Clement! Das ist gut, das ist mutig, das ist ehrlich! Clement war lange Jahre Chefredakteur der Westfälischen Rundschau (WAZ) in Dortmund und kennt diese Spielchen genau! Wolfgang Clement ist aber jetzt Ministerpräsident aller Bürgerinnen und Bürger des Landes
, da müssen die Prioritäten anders gesetzt werden! Zwischen einem Mandatsträger und einem Funktionär oder Journalisten gibt es einen gravierenden Unterschied, den zubegreifen manchem schwerfällt! Wenn ein anständiger Ministerpräsident aneckt, dann vor der Wahl! Ein Beispiel von Anstand das Schule machen sollte.


Mein Appell an die Studentinnen + Studenten ist: Clement ist euer Gegner! Aber er kämpft diesmal mit offenem Visier! Schau trau' wem!

MB-Kommentar, Bochum, 18.06.2002


Gisela Gaul